Armut

 

Hallo, sehr geehrte Besucher meiner Heimseite.

Ein weiteres Thema werde ich in meinem Buch aufnehmen:

Die Armut in der menschlichen Gesellschaft. 

Früher gab es schon Armut.

Anbei ein bekanntes Gemälde "Melonen - und Traubenesser" vom spanischen Maler Bartolomè Esteban Murillo; 1618 - 1682 .

 

 

Auch heute gibt es immer noch Armut.

Laut Statistik lebt jedes dritte Kind in Leipzig in ärmlichen Verhältnissen! 

 

 

 

 

Aktueller Eintrag (07.02.2018):

Bisher falsch gerechnet?  

Mit jedem Kind steigt das Armutsrisiko

07.02.2018, 08:45 Uhr | dpa-AFX, rok

 
Studie der Bertelsmann-Stiftung: Mit jedem Kind steigt das Armutsrisiko. Eine Mutter hält ihren Sohn an der Hand: Das Armutsrisiko von Familien in Deutschland ist deutlich höher, als bislang angenommen. (Quelle: dpa)

Eine Mutter hält ihren Sohn an der Hand: Das Armutsrisiko von Familien in Deutschland ist deutlich höher, als bislang angenommen. (Quelle: dpa)

 

Erschreckender Befund einer neuen Studie: 

Das Armutsrisiko von Familien ist deutlich höher als bislang angenommen. Jedes sechste Paar mit zwei Kindern ist armutsgefährdet. Bisher wurden arme Haushalte systematisch reicher gerechnet.

Die Entscheidung für Familienzuwachs ist nicht zuletzt eine finanzielle Frage: Denn das Armutsrisiko von Familien erhöht sich mit jedem weiteren Kind – zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der Bertelsmann-Stiftung. Danach war 2015 rund jedes achte Paar (13 Prozent) mit einem Kind armutsgefährdet, rund jedes sechste Paar mit zwei Kindern (16 Prozent) und fast jedes fünfte (18 Prozent) mit drei Kindern.

Als arm gelten demnach Haushalte, deren Einkommen weniger als 60 Prozent des mittleren Einkommens aller Haushalte beträgt. Die Studie beruht auf Zahlen des Statistischen Bundesamts und des Sozio-ökonomischen Panels (SOEP).

 

Auch die Altersarmut hat in Leipzig ein größeres Ausmaß angenommen!

6 000 Bürger der Stadt Leipzig können die Stromrechnung an die Stadtwerke nicht bezahlen!

Obwohl viele Bürger nun Arbeit haben, sind sie trotzdem arm!

Anbei ein aktueller Bericht aus der Presse über die heutige Armut in Deutschland und über die ungerechte Verteilung des materiellen Reichtums.

Ich kann es gar nicht fassen!!!

Anbei ein Artikel v. 12.11.2016 aus der aktuellen Leipziger Presse:

 

                                  

 

 

Mehr als eine Million Menschen in Deutschland haben keine Wohnung. Immer mehr junge Leute wohnen bei ihren Eltern, weil sie sich keine eigene leisten können. Die tatsächliche Arbeitslosigkeit kommt in der offiziellen Statistik nicht mehr vor. Die Bundesagentur für Arbeit hat, um die Lücke in ihren Berichten zu vertuschen, die "Arbeitslosigkeit im weiteren Sinne" erfunden. Die Vorhänge bleiben geschlossen. Nichts rüttelt am Stillstand.

 

 

Laut Presse erfahre ich, dass auch heute im 21. Jahrhundert immer noch

fast  1 Milliarde Menschen (1 000 000 000 Menschen ) unter Hungersnot leiden müssen.

Wird es auch in  Zukunft Armut (und nicht nur Kinderarmut) in der menschlichen Gesellschaft geben? 

Eine Frage baut sich dabei bei mir auf:

Wo liegen eigentlich die "Wurzeln" der Armut?

 

Ein User bei Google+ schrieb dazu:

Zitiere:

"Reicher Mann und armer Mann

standen da und sah`n sich an.

Und der Arme sagte bleich:

Wär ich nicht arm,

wärst du nicht reich."

(Bertolt Brecht)

Kommentar dazu: Mehr muss man zu dieser menschlichen Problematik auch nicht sagen. "Weniger ist oft mehr!" (Typisch für Bertolt Brecht!)

Armut ist für einen Menschen heute im 21. Jahrhundert demütigend und deprimierend! 

 

Achtung!  Deutschland.

 

 

 

Oh je ... Deutschland!

 

Aktueller Kommentar:

Ich las folgendes Schild an einem Haus:

 

           Bettel und Hausieren strengstens verboten!

           Hungern bei jeder Witterung erlaubt!

 

Dazu nun folgender Artikel aus der Leipziger Presse:

 

Meine Urgroßmutter erzählte mir, als  ich noch Kind war, oft die Geschichte von einem Bettler, der durch sein Betteln reich geworden ist.

Er wäre sogar dadurch Millionär geworden!

Diese Geschichte beschäftigt mich noch heute.

Leider habe ich bis zum heutigen Tag solch einen Menschen noch nicht kennenlernen dürfen.

Als Kind sah ich auch mehrmals den Märchenfilm "Die Geschichte vom kleinen Muck". Der kleine Muck war ja Waise geworden und zog aus in die weite Welt um den <Kaufmann zu suchen, der das Glück für Glasscherben verkauft>.

Er fand diesen Kaufmann auch nicht!!!

 

Kommentar:

Wenn eine Partei im eigenen Staat um soziale Erleichterungen

(so z. B. um bezahlbare Mieten usw. )  b e t t e l n  muss ist dies ein Alarmzeichen für die Politik des Kleinen Mannes!

 

Mein Vorschlag an die Politiker zur schrittweisen Beseitigung der weltweiten Kinderarmut:

Es muss auf alle Luxusartikel eine Kinderhilfssteuer eingeführt werden.

(ca. 5 %  - und nicht nur in Deutschland! )

Also z. B. auf Luxus-Immobilien, Luxus- Autos, Luxus-Reisen, Luxus-Schmuck,

Luxus-Kleidung, Luxus-Antiquitäten usw. Auch bei Auktionen dieser Luxus-

Waren muss die Kinderhilfssteuer bezahlt werden.

Wichtig ist, dass diese Mittel dann auch wirklich die bedürftigen Kinder bekommen. Dafür muss der Staat ein entsprechendes Kontrollgremium schaffen. 

So könnten die Eltern dieser Kinder Gutscheinen  für   

                                      - Nahrungsmittel und Kleidung

                                      - Ärztliche Hilfe und Kuren

                                      - Sozialwohnungen

                                      - Schul-und Berufsausbildung

                                     - Sport und Erholung

                                     - uvm.

 bekommen, um eine Verbesserung ihrer Lebenslage zu erreichen.

Dies wäre eine sinnvolle Ergänzung zu den bisherigen fakultativen Spendenaktionen.

Natürlich bleibt auch weiterhin die Hauptaufgabe der Menschheit die Not in den einzelnen Ländern zu überwinden. Durch politische und wirtschaftliche Maßnahmen muss diesen Menschen  eine < H i l f e  zur S e l b s t h i l f e >  ermöglicht werden.                    

 

Bemerkungen zu einem aktuellen Artikel aus der Presse:

Ich las kürzlich in der Zeitung, dass der Oberbürgermeister von New York City (von 2002 bis 2013 Oberbürgermeister!) Michael Blomberg auf einer Pressekonferenz vorigen Jahres gesagt hat, dass New York eine reiche Stadt sei.

In ihr leben heute über 800 000 Millionäre. Da muss es doch finanziell möglich sein endlich für die Bürger, die heute noch in den Slums am Rande unserer Stadt in Hütten oder Campingwagen hausen, endlich eine Sozialwohnung zu bauen.

Ein Journalist rief dazwischen: "Das wäre aber Klassenkampf"!

Blomberg antwortete darauf: "Nein, das ist Mathematik"!

Meine Antwort dazu: Beide haben recht; also sowohl... als auch.

 

Diesen Artikel vom 18.11.2014 aus der Tagespresse sollte man zweimal lesen:

 

Kinderarbeit und Kindersklaverei gibt es in vielen Ländern unserer Erde auch heute im 21.Jahrhundert immer noch! 

Warum? 

Weil Kinderarbeit und Kindersklaverei systembedingt sind.

Obwohl es auch in diesen Ländern Gesetze gibt, die Kinderarbeit und Kindersklaverei verbieten, arbeiten illegal Millionen Kinder noch.

Warum?

Weil viele Familien so arm sind, dass sie ihre Kinder arbeiten lassen müssen um zu überleben.

Es gibt sogar Fälle, wo die eigenen Eltern ihre Kinder wie Sklaven verkaufen müssen, weil ihre Armut sie dazu zwingt.

Kommentar zum folgenden Artikel:

Ach wie arm ist doch heute noch unsere "reiche Welt!".

Ein weiterer aktueller Artikel aus der Presse zur Kinderarbeit 2016:

 

 

Kinderarbeit in Indien:

 

Ach ja? Es muss lauten: Dieses Video existiert nicht mehr!

Aber die Kinderarbeit ist weiterhin aktuell!!!

 

Ich möchte hier noch einmal die Aussagen der deutschen Steinhändler zur Kinderarbeit aus diesem Video wiedergeben:

"Es ist eine Illusion als Kleinhändler zu reagieren und damit die Kinderarbeit in Indien abzuschaffen."

und

"Auch wenn wir den Lieferanten kündigen steht ein anderer, der das gleiche (also mit Kinderarbeit!) machen würde."

Ich wiederhole hierzu meine bisherigen Aussagen:

Warum? 

Weil Kinderarbeit und Kindersklaverei systembedingt sind.

Obwohl es auch in diesen Ländern Gesetze gibt, die Kinderarbeit und Kindersklaverei verbieten, arbeiten illegal Millionen Kinder noch.

Warum?

Weil viele Familien so arm sind, dass sie ihre Kinder arbeiten lassen müssen um zu überleben.

Es gibt sogar Fälle, wo die eigenen Eltern ihre Kinder wie Sklaven verkaufen müssen, weil ihre Armut sie dazu zwingt.

 

 

Auch in Afrika ist heute noch Kinderarbeit aktuell:

 

 

Weitere Video-Beispiele zur heutigen Kinderarbeit können Sie durch folgenden Link sehen:  https://www.youtube.com/results?search_query=kinderarbeit+heute

 

Weitere Bilder zur Kinderarbeit:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Kommentar:  

Zur Klarstellung der o.g. Anklage gegen Kinderarbeit in unserer heutigen Welt, muss ich folgende Bemerkungen machen.

Hier ist  nicht die tägliche Hilfe unserer Kinder bei der Bewältigung der notwendigen Arbeiten in der Familie zu verstehen.

Die Kinder sollen  entsprechend ihren physischen und psychischen Fähigkeit dazu angehalten werden, so früh wie möglich bei der notwendigen Arbeit im "Haus und Hof" mit anzupacken. Nur dadurch lernen sie beizeiten die Notwendigkeit der Arbeit zu verstehen.

Die Anklage gegen die o.g. Kinderarbeit bezieht sich darauf, wenn Kinder oftmals über ihren physischen und psychischen Grenzen hinaus als schlecht bezahlte Arbeitssklaven in Fabriken, auf Plantagen usw. arbeiten müssen, damit sie und ihre Familie nicht verhungern.

Sie können oftmals keine Schule besuchen. Sie können ihre Kindheit nicht oder nur beschränkt durchleben und werden oftmals krank. Ihre Lebenserwartung ist durch solch eine Arbeit auf einem niederen Niveau.

Angeprangert wird also

            "Die Ausbeutung eines Menschen durch den Menschen!" 

 

Der Irrsinn unserer Epoche in der Welt:

Aktuell steigen weltweit die Rüstungsausgaben auf

                   1 340 000 000 000 Dollar !!!

Kein Staat der Welt gibt so viel Geld für die Rüstung aus wie die USA. I

Im vergangenen Jahr 547 000 000 000 Dollar - so hoch wie seit dem Zweiten Weltkrieg nicht !!!

Meine Meinung: 

Diese riesige Summe könnte man zur schrittweisen Beseitigung der Armut in der Welt effizienter einsetzen.

 

Kindersoldaten gab es im 2.Weltkrieg.

 

 

 

Kindersoldaten gibt es auch heute noch!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

​Ersatz-Videos:

 

 

 

Kommentar: Diese Kinder haben  alles verloren; nicht nur ihre Kindheit.

                      Viele haben ihre Eltern, Geschwister, ihr Zuhause usw. verloren.

                      Sie leiden unter Hungersnot!

                      Sie kennen nur das Gefühl "Rache"!

 

Wenn er einmal die Macht hat!!!

 

 

Anmerkung:

Für viele, viele Kinder gilt auch heute im 21. Jahrhundert immer noch:

 

    < Erst geboren und   -   doch schon v e r l o r e n ! >

 

Auch heute im 21.Jahrhundert müssen noch viele, viele Menschen  erbärmlich  leben !!!

 

Anmerkung:   Der Titel meines nächsten Buches wird sein:

                       < Die Wurzeln des Hasses und der Rache >

Grundlegende Erkenntnis werden sein:

Eine Rache ist in kein Bestandteil irgendeiner Glaubenszugehörigkeit.

Sie ist ein Produkt der kausalen Zusammenhänge des irdischen Daseins eines Menschen ( oder der Menschen!). 

Der Glaube wurde aber dazu schon oftmals missbraucht!

 

Diese Frage in diesem Lied stellt sich die Menschheit schon immer:

 

Solange in der Welt         Reichtum      und       Armut

so eng  beieinander zu finden sind

( in einigen Ländern besonders krass! ),

ist für mich die Welt nicht 

                                                   < b u n t >.

Sie ist eher grau.

Auch in Deutschland ist für viele Menschen

(auch für viele Kinder!) die Welt  (also ihr Leben!)  eher

grau und fad.

Ja, die Welt  kann auch schwarz sein, wenn  ein Krieg

 

                    ( auf der heutigen atomaren Ebene )

 

ausbrechen sollte.

 

Ich werde oft gefragt, warum ich immer schwarz angezogen bin ?

Warum ich mir gerade einen schwarzen Hund angeschafft hatte?

Meine Antwort:

Ich möchte damit als alter Mann an die vor allem jungen Menschen keine Trauer sondern eine Mahnung reflektieren!

 

 

 

 

Anbei noch einige Momentaufnahmen aus meinem Filmgesuch "Boot Polish" oder in deutsch "Im Schatten des Lebens".

 

 

  

 

    

 

  

 

  

 

  

 

 

  

 

  

  

 

  

 

 

 

 ~~~~~~~~~         Mensch ,       ~~~~~~~~~

                                < ohne Rang und Namen > 

                                was bist du wert?

 

 

 

Erst kürzlich las ich in einer Arztpraxis folgenden Spruch:

 

   < Fremder Hunger  l a n g w e i l t - Fremdes Glück  r e i z t  !  >

     Man könnte auch sagen:

   < Fremde Armut  l a n g w e i l t - Fremder Reichtum  r e i z t ! >

 

Ist das immer noch der heutige Zeitgeist der Menschen?

 

Ein Gespräch:

Oft saß ich mit meinem Hund nach einer längeren Wanderung auf dem Freisitz

einer Gaststätte und trank eine Tasse Kaffee.

Nach kurzer Zeit kamen  zwei junge Mädchen ( 16 und 17 Jahre alt und von schönem Aussehen! ) und nahmen an meinem Tisch platz.

Offensichtlich waren sie von meinem Hund beeindruckt und fragten mich, was er für eine Rasse sei.

Irgendwie kamen wir dann auch darauf, wie gut es doch heute den Menschen geht.

Ich erlaubte mir die Bemerkung, dass es aber auch Menschen gibt, die arm sind und eigentlich  < N i c h t s >  haben.

Eines dieser Mädchen machte dazu eine Bemerkung,

die tief in mein  < inneres  i c h >   ging.

Sie sagte:    Die sind aber selber daran    s c h u l d  !

Ich dachte mir, dieses Mädchen ist  erst 17 Jahre alt und weiß schon , was  das Wort

                                             < S c h u l d >

bedeutet!

 

Dieses Plakat sollte man nicht übersehen!

 

 

Fast 1 500 000 000 Menschen leben weltweit in Armut.

Ihnen fehlen die Lebensgrundlagen wie gesunde Ernährung, Bildung, sanitäre Einrichtungen usw.

(Damit man überhaupt von einem LEBENSWERTEN LEBEN reden kann!)

 

 

Endlich weiß ich jetzt wo die Wurzel der Armut zu suchen sind ! 

 (Mir bleib wieder einmal < die Spucke weg   > !
 
 

MEINUNG Debatte um Wohlstand und Armut

 

Das ist der Denkfehler der Regierungskritiker

 

Die Ursache wurzelt anderswo, erklärt unsere Wirtschaftskolumnistin Ursula Weidenfeld.

Wachsende Ungleichheit: Den Gewerkschaften unterläuft ein Denkfehler. Eine Frau bettelt: Eine Untersuchung des Hans-Böckler-Instituts zeigt, dass die Ungleichheit in Deutschland zuletzt stark gestiegen ist. (Quelle: t-online.de/Future Images)

 

 

Die Ungleichheit ist gestiegen. Der Grund dafür sind aber nicht gierige Reiche, hilflose Arme – oder dass der Staat gleichgültig wäre. Der Grund liegt woanders. 

Kaum ein Thema regt die Deutschen so auf wie die Ungleichheit. Mehr noch als um das Klima oder die eigene Gesundheit sorgen sich die Menschen, dass die Ungleichheit wachsen könnte. Sie fürchten den eigenen sozialen Abstieg – oder den ihrer Kinder. Es ist also kein Wunder, dass die neue Studie der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung für große Aufregung sorgt. Nach Jahren des Stillstands ist die Ungleichheit in Deutschland zuletzt stark gestiegen. Ungleicher als heute waren die Menschen seit dem Mauerfall nicht.

Was die Ungleichheit wachsen lässt

Ein Grund für Sorge? Genauer hinschauen schadet auch nicht. Denn dann finden sich für die Nachricht weniger alarmierende Gründe.

Große Ungleichheit ist nicht nur ein individuelles Problem. Je ungleicher die Gesellschaft eines Landes ist, desto brüchiger wird der Zusammenhalt. Das Wirtschaftswachstum lässt nach, die gesellschaftlichen Schichten kapseln sich ab, der Aufstieg wird immer schwieriger. Begabte Kinder kommen nicht weiter, wenn sie im falschen Milieu groß geworden sind. Politische Spannungen nehmen zu. Deshalb ist es richtig und wichtig, sich mit dem Thema zu beschäftigen.

 

Doch die gewachsene Ungleichheit, die die Hans-Böckler-Stiftung nun festgestellt hat, ist nicht durch die Raffgier der Reichen, die Hilflosigkeit der Armen oder die Tatenlosigkeit eines gleichgültigen Staates entstanden. Sie hat vor allem einen Namen: Migration. Nach Deutschland sind in den vergangenen Jahren rund eine Million Menschen zugewandert – von 2010 bis 2016 insgesamt drei Millionen.

Wann die Ungleichheit zum Skandal wird

Niemand würde erwarten, dass sie heute reiche Leute sind. In der Regel haben sie kein großes Vermögen mitgebracht und die wenigsten von ihnen arbeiten heute als Chefärzte oder Studienräte. Die meisten sind in den ersten Jahren entweder auf staatliche Unterstützung angewiesen, arbeiten in Helferberufen – oder beides. Dass diese Menschen arm sind, ist kein Skandal. Es ist normal.

Skandalös würde die Tatsache gewachsener Ungleichheit erst, wenn auch die Kinder dieser Migranten – sofern die Familie dauerhaft in Deutschland bleibt – arm blieben. Wenn sie von den Bildungsmöglichkeiten eines Wohlstandslandes abgeschnitten würden und keinen Berufsabschluss machen könnten. Wenn die Frauen und Mädchen dieser Familien keine Berufsausbildung erhielten und nicht arbeiten dürften. Erst dann wäre der Anstieg der Ungleichheit ein Grund, sich Sorgen zu machen.

Integration der Flüchtlinge läuft gut Davon aber ist nicht auszugehen. Die Integration der Flüchtlinge von 2015 in den Arbeitsmarkt läuft einigermaßen erfreulich. Die Kinder und Jugendlichen aus Migrantenfamilien besuchen die Schule, viele sind bereits in einer Ausbildung. Es gibt also keinen Grund anzunehmen, dass die gewachsene Ungleichheit in Deutschland ein gesellschaftlicher Dauerzustand wird. Wenn sich die Vorzeichen auf dem Arbeitsmarkt nicht ändern, ist sie ein Übergangsstadium. Für die meisten deutschen Staatsbürger waren die vergangenen zehn Jahre eine Zeit der erfreulichen Lohnentwicklung, des wachsenden Wohlstands und der besseren Lebensbedingungen. Dazu passen die Aussagen von mehr als 90 Prozent der Deutschen, dass sie mit ihrem Leben sehr zufrieden oder mindestens ziemlich zufrieden sind.

Was wirklich gegen die steigende Ungleichheit helfen würde.

Nur in wenigen Bereichen lohnt es sich, bei der mehr als erfreulichen Einkommens- und Vermögensentwicklung der Reichen genauer hinzuschauen:

Immobilieneigentümer, die ihre Wohnungen oder Geschäftshäuser vermieten, haben in jüngster Vergangenheit deutlich höhere Einkommen erzielt als zuvor.

Vermögende profitieren immer noch davon, dass die Vermögensteuer nicht mehr erhoben wird.Die Erbschaftsteuer belastet Vermögen so ungleich, dass Familienunternehmer im Vergleich mit anderen Reichen beim Erbübergang seit einigen Jahren deutlich besser gestellt sind.

Doch dieser Entwicklung kommt man mit der Kur, die die Hans-Böckler-Stiftung empfiehlt, nicht bei. Die Reichen würden nicht gerechter zur Finanzierung des Gemeinwohls herangezogen, wenn es mehr Tarifbindung, ein höheres Existenzminimum, oder einen deutlich höheren Mindestlohn gäbe. Die Forderung für sie müsste heißen: Gleiches steuerlich gleich zu behandeln. Das bedeutet zum Beispiel, die Abgeltungsteuer abzuschaffen. Oder eine einheitliche Erbschaftsteuer für alle einzuführen.

Neue Studie zeigt: Unterschiede zwischen Einkommen so hoch wie nieImmer reicher?

Vermögen in Deutschland ist weiterhin ungleich verteilt

Ab Mitte Juli: Berlin beschließt solidarisches Grundeinkommen.

Darüber muss man vernünftig diskutieren. Doch dafür braucht man zuerst eine vernünftige Armutsdebatte. Und keine, in der eine irrationale Angst vor sozialem Abstieg geschürt wird.

Ursula Weidenfeld ist Wirtschaftsjournalistin in Berlin. Ihr neuestes Buch heißt: "Regierung ohne Volk. Warum unser politisches System nicht mehr funktioniert."

 

Ich habe hier aber eine Frage an Frau Weidenfeld.

Haben Sie schon mal was von             D e m a g o g i e                         gehört ?

 

Hinweis:

Demagogie wird heute unter anderem so definiert:

„Demagogie betreibt, wer bei günstiger Gelegenheit öffentlich für ein politisches Ziel wirbt, indem er der Masse schmeichelt, an ihre Gefühle, Instinkte und Vorurteile appelliert, ferner sich der Hetze und Lüge schuldig macht, Wahres übertrieben oder grob vereinfacht darstellt, die Sache, die er durchsetzen will, für die Sache aller Gutgesinnten ausgibt, und die Art und Weise, wie er sie durchsetzt oder durchzusetzen vorschlägt, als die einzig mögliche hinstellt.“

 

 

 

 

 

                                    - Ende -

 

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